Über diese Weiterbildung
Organisationen verfügen inzwischen über KI-Werkzeuge – aber nur selten über Menschen, die deren Einsatz strukturiert einführen, absichern und begleiten können. Diese Rolle zwischen Fachbereich, IT und Leitung ist gerade in kleinen und mittleren Unternehmen oft gar nicht besetzt. Genau dafür qualifiziert diese Weiterbildung. In 180 Unterrichtseinheiten arbeiten Sie sich in vier Bausteinen vom sicheren Umgang mit KI-Assistenzsystemen über eigene KI-Assistenten und teilautonome Abläufe bis zur selbst gebauten, lauffähigen Anwendung – ohne vorherige Programmierkenntnisse. Zum Abschluss übertragen Sie das Erlernte auf Ihre Organisation und legen ein eigenes Transformationskonzept vor. Gearbeitet wird durchgehend mit den Systemen, die den Markt gerade prägen – exemplarisch eingesetzt und vergleichend eingeordnet, damit Ihre Fähigkeiten anbieterunabhängig anwendbar bleiben.
Warum ist diese Weiterbildung wichtig?
Die Rolle, die meistens fehlt
KI-Werkzeuge sind längst da – Menschen, die ihren Einsatz einführen, absichern und begleiten, fehlen. Genau für diese Rolle zwischen Fachbereich, IT und Leitung qualifizieren Sie sich.
Sie bauen wirklich etwas
Baustein 3 ist der Schwerpunkt: Am Ende steht eine eigene, lauffähige Anwendung – dokumentiert, abgenommen und in den eigenen Betrieb übergeben.
Anbieterunabhängig statt Produktschulung
Vermittelt werden übertragbare Prinzipien, keine Bedienkenntnisse für ein einzelnes Produkt. Werkzeuge dienen als Beispiel und werden im Unterricht vergleichend eingeordnet.
Inhalte
Grundlagen und sicherer Umgang mit KI-Systemen30 UE
Sie steuern jeden einzelnen Schritt selbst. Am Ende steht ein geprüftes eigenes Aufgabenrepertoire.
- Grundlagen generativer KI: Sprachmodelle, Kontext, Wahrscheinlichkeit und die Grenzen der Systeme
- Die drei Arbeitsformen: dialogische Nutzung, zielorientierte Beauftragung, delegierte Ausführung
- Aufgaben systematisch formulieren nach Rolle, Auftrag, Kontext und Denkweise
- Fehlerbilder erkennen und gegenprüfen: erfundene Angaben, veraltete Stände, verzerrte Ergebnisse
- Marktüberblick über die Systemklassen und ihre Einsatzprofile – herstellerübergreifend: ChatGPT (OpenAI), Claude (Anthropic), Google Gemini, Microsoft Copilot, Mistral, DeepSeek
- Datenschutz in der Anwendung: zulässige und unzulässige Eingaben, Anbieterwahl, Verarbeitung im Auftrag
- KI-Verordnung der EU: Risikoklassen, Transparenzpflichten, Anforderungen an die KI-Kompetenz
- Multimodal arbeiten: Dokumente, Bild, Audio und Video
KI-Assistenten und Agenten entwickeln45 UE
Sie geben Ziele vor und prüfen Ergebnisse. Am Ende läuft ein eigener Assistent in Ihrem Arbeitsalltag.
- Von der Einzelfrage zur Zielvorgabe: Arbeitsweise, Dateizugriff, mehrschrittige Ausführung
- Eigene Wissensbestände aufbereiten und so anbinden, dass ein KI-System verlässlich darauf zugreift
- Eigene KI-Assistenten nach der fünfteiligen Struktur aus Rolle, Auftrag, Wissensgrundlage, Grenzen und Ausgabeformat – exemplarisch mit Custom GPTs, Claude Projects und vergleichbaren Bordmitteln
- Mehrstufige, teilautonome Abläufe – und die Freigabepunkte, an denen der Mensch entscheiden muss
- Qualitätssicherung: typische Fehlerbilder, Testfälle, Grenzen definieren, Dokumentation
- Wiederkehrende Arbeitsabläufe erheben, beschreiben und für die Übergabe vorbereiten
- Schnittstellen und Verknüpfungsdienste im Vergleich – n8n, Make, Zapier und agentische Werkzeuge wie Claude Cowork: Auswahlkriterien und Wirtschaftlichkeit
- Kollegiale Begutachtung der entwickelten Assistenten
Eigene Anwendungen bauen70 UE
Der Schwerpunkt der Weiterbildung: vom beschriebenen Vorhaben bis zur fertigen Anwendung – durchgehend am selben eigenen Werkzeug, in vier begleiteten Bauwerkstätten.
- Vom Vorhaben zum Auftrag: Anforderungen erheben, Umfang abgrenzen, Abnahmekriterien festlegen
- Die drei Baustufen: unmittelbares Ergebnis, eigenständige Anwendung, dauerhaft laufendes System
- Die textbasierte Arbeitsumgebung einrichten – in Kleinschritten und ohne technische Vorkenntnisse, exemplarisch mit Claude Code, OpenAI Codex oder Google Antigravity
- Eine eigene Anwendung aufbauen: Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe und einfache Bedienoberfläche
- Eigene Daten anbinden: Tabellen, Dokumente und Programmierschnittstellen
- Iterieren und Fehler suchen: Fehlermeldungen lesen, Ursachen eingrenzen, gezielt nachbessern
- Arbeitsstände sichern und zu einem früheren Stand zurückkehren
- Betreiben: Zeitsteuerung, Auslöser, Protokollierung, Überwachung laufender Abläufe
- Übergeben: Dokumentation, Zugriffsrechte, Einweisung von Kolleg:innen, Vorführung und Abnahme
KI-Einführung in der Organisation steuern35 UE
Vom eigenen Werkzeug zur Organisation. Abschluss mit einem eigenen Transformationskonzept.
- Den Stand der KI-Nutzung strukturiert erheben und Handlungsfelder ableiten
- Anwendungsfälle nach Nutzen, Machbarkeit, Risiko und Wirtschaftlichkeit bewerten und priorisieren
- Sicherheit und Governance: betriebliche KI-Leitlinie, Zugriffs- und Freigabeverfahren, Umgang mit Zugangsdaten
- Nicht freigegebene KI-Nutzung im Betrieb erkennen und einhegen, Vorfälle melden und behandeln
- Grenzen des Selbstbauens: personenbezogene, rechnungslegungsrelevante und sicherheitskritische Anwendungen
- Einführung in Phasen: Erprobung, Ausweitung, Regelbetrieb – mit Rollen, Zuständigkeiten und Abbruchkriterien
- Veränderungsbegleitung: typische Einwände, Gesprächsführung, Kommunikation gegenüber Beschäftigten
- Ethik: Verzerrung und Diskriminierung, Nachvollziehbarkeit, Beteiligung der Interessenvertretung
- Erarbeitung, Generalprobe und Präsentation des eigenen Transformationskonzepts
Ablaufplan
Alle Termine im Überblick
12.01.2027 – 20.04.2027 180 UE Gesamtumfang
Januar 2027
- Di., 12.01.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 1 · Auftakt, Standortbestimmung, Funktionsweise generativer Systeme, die drei Arbeitsformen 5 UE
- Mi., 13.01.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 1 · Werkstatt: erste eigene Aufgabenstellungen am eigenen Arbeitsmaterial 5 UE
- Fr., 15.01.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 1 · Aufgaben systematisch formulieren: Rolle, Auftrag, Kontext, Denkweise. Recherche und Gegenprüfung 5 UE
- Di., 19.01.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 1 · Daten, Datenschutz und KI-Verordnung: zulässige Eingaben, Anbieterwahl, Risikoklassen, Pflichten 5 UE
- Mi., 20.01.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 1 · Werkstatt: Datenschutz-Check und Prompt-Sammlung für den eigenen Arbeitsplatz 5 UE
- Fr., 22.01.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 1 · Multimodal arbeiten: Dokumente, Bild, Audio, Video · Meilenstein 1 5 UE
- Di., 26.01.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 2 · Von der Frage zum Ziel: zielorientierte Beauftragung, Dateien, Ordner, eigene Wissensbestände 5 UE
- Mi., 27.01.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 2 · Werkstatt: die eigene Wissensbasis aufbauen und anbinden 5 UE
- Fr., 29.01.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 2 · Eigene KI-Assistenten: die fünfteilige Struktur 5 UE
Februar 2027
- Di., 02.02.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 2 · Einen Assistenten für die eigene Rolle bauen 5 UE
- Mi., 03.02.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 2 · Werkstatt: Assistent verfeinern, testen, absichern 5 UE
- Fr., 12.02.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 2 · Mehrstufige, teilautonome Abläufe. Wo die menschliche Freigabe bleiben muss 5 UE
- Di., 16.02.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 2 · Qualitätssicherung und Prozessaufnahme. Schnittstellen und Verknüpfungsdienste im Vergleich 5 UE
- Mi., 17.02.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 2 · Werkstatt: Testfälle schreiben und den Assistenten dokumentieren 5 UE
- Fr., 19.02.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 2 · Kollegiale Begutachtung der Assistenten · Meilenstein 2 5 UE
- Di., 23.02.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Vom Vorhaben zum Auftrag: Anforderungen, Abgrenzung, Abnahmekriterien. Die drei Baustufen 5 UE
- Mi., 24.02.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Werkstatt: das eigene Vorhaben beschreiben und abgrenzen 5 UE
- Fr., 26.02.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Arbeitsumgebung einrichten, erster Durchlauf bis zum lauffähigen Ergebnis 5 UE
März 2027
- Di., 02.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Bauwerkstatt 1: Grundgerüst des eigenen Werkzeugs, Eingabe und Ausgabe 5 UE
- Mi., 03.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Bauwerkstatt 2: weiterbauen, begleitet 5 UE
- Fr., 05.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Iterieren: Fehlermeldungen lesen, Ursachen eingrenzen, Arbeitsstände sichern und zurückholen 5 UE
- Di., 09.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Eigene Daten anbinden: Tabellen, Dokumente, Programmierschnittstellen 5 UE
- Mi., 10.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Bauwerkstatt 3: Daten anbinden, aus dem Prototyp wird ein nützliches Werkzeug 5 UE
- Fr., 12.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Betreiben: Zeitsteuerung, Auslöser, Protokollierung, Überwachung laufender Abläufe 5 UE
- Di., 16.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Grenzen des Verfahrens: Erprobung gegen Produktivbetrieb, Wartbarkeit 5 UE
- Mi., 17.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Bauwerkstatt 4: fertigstellen, Testfälle schreiben, Abnahmekriterien prüfen 5 UE
- Fr., 19.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Übergeben: Dokumentation, Zugriffsrechte, Einweisung von Kolleg:innen 5 UE
- Di., 23.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Vorführung und Abnahme des eigenen Werkzeugs, Teil 1 · Meilenstein 3 5 UE
- Mi., 24.03.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 3 · Werkstatt: Vorführung Teil 2, Übergabe in den eigenen Betrieb 5 UE
April 2027
- Di., 06.04.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 4 · Stand der KI-Nutzung erheben, Anwendungsfälle bewerten: Nutzen, Machbarkeit, Risiko, Wirtschaftlichkeit 5 UE
- Mi., 07.04.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 4 · Werkstatt: Reifegrad und Anwendungsfallliste für das eigene Unternehmen 5 UE
- Fr., 09.04.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 4 · Sicherheit und Governance: Richtlinie, Zugriffe und Freigaben, Schatten-KI, Vorfallsbehandlung 5 UE
- Di., 13.04.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 4 · Rollout in Phasen und Veränderungsbegleitung: Einwände, Gesprächsführung, Kommunikation 5 UE
- Mi., 14.04.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 4 · Werkstatt: Einführungsplan und Transformationskonzept am eigenen Vorhaben 5 UE
- Fr., 16.04.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 4 · Ethik, Verzerrung, Mitbestimmung, Beteiligung der Interessenvertretung 5 UE
- Di., 20.04.2027 09:00 – 13:00 Uhr Baustein 4 · Abschlusspräsentationen, Auswertung, Zertifikatsübergabe 5 UE
36 Termine zu je 5 UE, jeweils von 09:00 bis 13:00 Uhr im virtuellen Klassenraum (240 Minuten, davon 225 Minuten Unterricht und 15 Minuten Pause). Der inhaltliche Input liegt auf Dienstag und Freitag; der Mittwoch ist eine offene, locker gehaltene Sprechstunde, in der Sie in Ruhe an Ihrem eigenen Material weiterarbeiten und Fragen stellen können.
Format & Struktur
Drei Vormittage pro Woche
Dienstag, Mittwoch und Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr – 15 UE je voller Woche, vollständig synchron im virtuellen Klassenraum. Kein Selbstlernanteil nebenher.
Mittwochs in Ruhe weiterarbeiten
Ein ganzer Vormittag pro Woche als offene Sprechstunde: Sie arbeiten an Ihrem eigenen Material weiter und fragen, was gerade ansteht. Zwei Lehrkräfte sind dabei.
Unterrichtet von Synnous
Fachlich konzipiert und durchgeführt von unserem Kooperationspartner Synnous Consulting GmbH aus Düsseldorf, spezialisiert auf KI-Weiterbildung für Führungskräfte und Unternehmen – mit über 100 Teilnehmenden in den eigenen KI-Programmen und Trainings unter anderem für das VDI Wissensforum und den STARTPLATZ. Träger und prüfende Stelle bleibt das BRW.
Unser Kooperationspartner für Konzeption und Durchführung.
Ihr direkter Mehrwert
- Ein eigener KI-Assistent, der nach Baustein 2 in Ihrem Arbeitsalltag läuft – mit Dokumentation und Testfällen.
- Eine selbst gebaute, lauffähige Anwendung, die Sie in Ihrem Betrieb weiterverwenden und an Kolleg:innen übergeben können.
- Ein schriftliches Transformationskonzept für Ihre Organisation, vor der Gruppe präsentiert und bewertet.
- Sicherheit im Alltag: Datenschutz und EU-KI-Verordnung praktisch angewendet statt nur referiert.
- Immer am aktuellen Stand: Sie arbeiten mit den Systemen, die den Markt gerade prägen – von ChatGPT und Claude über Codex und Antigravity bis n8n – statt mit Theorie von gestern.
- Zwei Trainer:innen, die KI-Weiterbildung hauptberuflich machen – kleine Gruppe, direkter Draht, keine Videokonserve.
- 180 UE vollständig synchron im virtuellen Klassenraum – standortunabhängig, ohne Reisezeit.
Für wen ist diese Weiterbildung geeignet?
- Menschen, die den Einsatz von KI in ihrer Organisation einführen, absichern und begleiten möchten
- Fach- und Führungskräfte an der Schnittstelle zwischen Fachbereich, IT und Leitung
- Mitarbeitende kleiner und mittlerer Unternehmen, in denen diese Rolle bisher niemand ausfüllt
Voraussetzungen
- Interesse an digitalen Technologien und Prozessen
- Schulabschluss, abgeschlossene Ausbildung oder einschlägige Berufserfahrung
- Gute Deutschkenntnisse
- Keine Programmierkenntnisse erforderlich
- Eigenes berufliches Arbeitsmaterial oder Vorhaben, an dem Sie im Kurs arbeiten
- Funktionsfähiges Endgerät (PC, Laptop, Tablet oder Smartphone) mit Kamera und Mikrofon
Ihr Abschluss
- BRW-Zertifikat
Finanzierung & Förderung
Für Kund:innen der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist die Teilnahme über einen Bildungsgutschein (nach § 81 SGB III) möglich – sprechen Sie dazu mit Ihrer zuständigen Arbeitsvermittlung.
Die Weiterbildung ist nach § 4 Nr. 21 a bb UStG umsatzsteuerbefreit.
Beschäftigte können die Weiterbildung über ihren Arbeitgeber fördern lassen: Nach dem Qualifizierungschancengesetz übernimmt die Agentur für Arbeit je nach Betriebsgröße 25 bis 100 % der Lehrgangskosten, teils zusätzlich mit einem Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Unter bestimmten Voraussetzungen kommt auch das Qualifizierungsgeld infrage – wir zeigen Ihnen gern den Weg dorthin.
Sparen Sie 500 € der Kursgebühren mit dem Bildungsscheck NRW! Für diese Weiterbildung können Sie den Bildungsscheck 2.0 des Landes Nordrhein-Westfalen nutzen.
Für Solo-Selbstständige (mindestens 51% Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit): 90% Kostenübernahme über das KOMPASS-Programm.