Wissenswertes · 1. Juni 2026

Welche EDV-Kenntnisse verlangen Arbeitgeber 2026? Microsoft 365, Teams & Excel im Beruf

Arbeitsplatz mit Laptop, Tablet und Notizbuch von oben betrachtet
In kaufmännischen Berufen, in der Verwaltung, in Arztpraxen und Behörden stehen EDV-Kenntnisse längst nicht mehr unter „wünschenswert", sondern unter den Grundvoraussetzungen. Interessant ist, was Arbeitgeber inzwischen darunter verstehen: Nicht mehr „Word und Excel Grundkenntnisse", sondern das sichere Arbeiten in der Cloud, saubere Auswertungen – und zunehmend der Umgang mit KI-Assistenten.

📌 Auf einen Blick

  • Erwartet werden: Outlook & Teams, Excel-Auswertungen, Word-Vorlagen, Dateiarbeit in OneDrive/SharePoint.
  • Neu im Anforderungsprofil: Grundverständnis für KI-Assistenten im Büro.
  • Kursformat beim BRW: 4 Tage, je ein Modul pro Tag, 09:00–15:00 Uhr, Präsenz oder online.
  • Förderung: in der Regel über Bildungsscheck NRW; für Solo-Selbstständige über KOMPASS.

Die fünf Kompetenzen, die in Stellenanzeigen stehen

  • Outlook & Teams: Termine und Postfach im Griff, Besprechungen organisieren, in Kanälen statt in E-Mail-Ketten zusammenarbeiten.
  • Excel: saubere Tabellen aufbauen, mit Formeln arbeiten (etwa WENN-Funktionen und Verweisen), filtern, sortieren und mit Pivot-Tabellen auswerten.
  • Word: Geschäftsbriefe nach DIN 5008, wiederverwendbare Dokumentvorlagen, Serienbriefe.
  • Cloud-Arbeit mit OneDrive & SharePoint: Dateien teilen statt anhängen, gemeinsam an einem Dokument arbeiten, Versionen wiederfinden.
  • KI-Assistenten: Entwürfe, Zusammenfassungen und Auswertungen vorbereiten – und die Ergebnisse kritisch prüfen, statt sie ungeprüft zu übernehmen.

💡 Der häufigste Stolperstein ist Excel

In der Praxis scheitert es selten am Schreiben eines Briefes, sondern an Auswertungen: Tabellen sind gewachsen, aber nicht strukturiert, Formeln wurden „irgendwann mal" eingebaut und niemand traut sich, sie anzufassen. Wer Excel systematisch lernt, wird deshalb im Team schnell zur gesuchten Ansprechperson – dafür gibt es unseren Excel-Kompaktkurs.

Welcher Kurs passt zu welchem Ziel?

In 4 Schritten zu belastbaren EDV-Kenntnissen

So gehen Sie vor:
  1. Anforderungen sammeln
    Sehen Sie sich fünf Stellenanzeigen an, die Sie interessieren, und notieren Sie die genannten Programme. Das ergibt Ihr persönliches Lernziel – ohne Rätselraten.
  2. Lücken ehrlich einschätzen
    Unterscheiden Sie zwischen „habe ich schon benutzt" und „kann ich sicher anwenden". Genau dazwischen liegt der Kursbedarf; wir helfen bei der Einordnung.
  3. Förderung klären
    Bildungsscheck NRW für Beschäftigte und Selbstständige, KOMPASS für Solo-Selbstständige, Arbeitgeberförderung über das Qualifizierungschancengesetz. Wichtig: vor Kursbeginn beantragen.
  4. Kompaktkurs besuchen & sofort anwenden
    Vier Kurstage genügen für einen Bereich. Wenden Sie das Gelernte direkt auf eine echte Aufgabe an – so bleibt es hängen.

Wie werden die EDV-Kurse gefördert?

Anders als die langen Qualifizierungen laufen unsere EDV-Kurse in der Regel nicht über den Bildungsgutschein, sondern über den Bildungsscheck NRW – die Landesförderung für Beschäftigte, Berufsrückkehrende und Selbstständige. Solo-Selbstständige können KOMPASS nutzen (90 %, max. 4.500 €). Wenn Ihr Arbeitgeber die Weiterbildung veranlasst, kommt zusätzlich eine Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz in Betracht. Welcher Weg im Einzelfall greift, prüfen wir gern mit Ihnen – einen Überblick gibt der Beitrag Weiterbildungsförderung in NRW.

EDV-Kenntnisse auf Stellenanzeigen-Niveau bringen

Wir sagen Ihnen, welcher Kurs zu Ihrem Ziel passt, und klären mit Ihnen die Förderung über Bildungsscheck NRW oder KOMPASS.

Häufig gestellte Fragen zu EDV-Kenntnissen im Beruf

Brauche ich Vorkenntnisse für die EDV-Kurse?
IT-Grundkenntnisse sollten Sie mitbringen – also den grundsätzlichen Umgang mit Computer, Dateien und Internet. Ein Vorwissen in den einzelnen Programmen ist nicht nötig; wir bauen von den Grundlagen auf.
Sind die Kurse mit Bildungsgutschein förderbar?
In der Regel nicht – die kurzen EDV-Kurse laufen über den Bildungsscheck NRW und für Solo-Selbstständige über KOMPASS. Über den Bildungsgutschein werden unsere langen, AZAV-zertifizierten Qualifizierungen gefördert; welche das sind, steht im Beitrag Welche Weiterbildungen zahlt das Jobcenter?
Präsenz oder online – was ist besser?
Beides ist möglich, die Inhalte sind identisch. Online sparen Sie Fahrtzeit, in Präsenz fällt manchen das Üben am Gerät leichter. Wie der digitale Unterricht abläuft, beschreibt der Beitrag Online-Unterricht beim BRW.
Reicht ein 4-Tage-Kurs wirklich aus?
Für einen klar abgegrenzten Bereich ja: Vier Tage mit je einem Modul reichen, um sicher zu arbeiten und ein Zertifikat vorzuweisen. Wer mehrere Bereiche braucht, kombiniert Kurse – etwa Excel und Microsoft 365.
Alle EDV- und KI-Kurse mit Terminen finden Sie in der Weiterbildungsübersicht.
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